Begriffsdefinitionen

Das verstehen wir unter den verschiedenen Formaten einer Lehrveranstaltung

Schulung:

Bei einer Schulung handelt es sich um eine Veranstaltungsform, in der standardisierte Kenntnisse und Fähigkeiten zu einem spezifischen Thema vermittelt werden. Sie ist geprägt durch einen hohen Anteil an Frontalunterricht, d.h. dem Schulungsleiter kommt ein hoher aktiver Anteil zu. Klassische Inhalte einer Schulung sind die Klärung von Sachverhalten, das Aufzeigen von Beispielen, die Beantwortung von Fragen und Tipps für die Praxis.

Seminar:

Im Zentrum eines Seminars steht der Erwerb von komplexem Wissen und personalen Fähigkeiten unter aktiver Einbindung der Teilnehmer, d.h. es besteht aus moderierten und interaktiven Elementen. Hinsichtlich der Dauer ist ein Seminar auf einen einmaligen Termin beschränkt, wobei dieses in Abhängigkeit vom Umfang des Themas auch mehrtägig sein kann.

Kurs und Lehrgang:

Im Unterschied zu einem Seminar besteht ein Kurs aus mehreren aufeinander aufbauenden Unterrichtseinheiten, wird folglich etappenweise durchgeführt. Die Begriffe Kurs und Lehrgang werden meist synonym verwendet. Während jedoch ein Kurs mit einer Teilnahmebescheinigung bestätigt wird, schließt ein Lehrgang in aller Regel mit einer zu bestehenden Abschlussprüfung ab.

Training:

Auch ein Training dient der Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten, den Schwerpunkt bilden praktische und methodische Fertigkeiten. Im Unterschied zu anderen Formaten ist jedoch der aktive Anteil der Teilnehmer sehr hoch. Bei einem Training steht das praktische Üben der Teilnehmer mit einem konkreten Objektbezug in Form einer Anlage oder Maschine im Vordergrund, d.h. der Erwerb idealtypischer Ablaufmuster/ Handlungsabläufe wie bspw. die korrekte Bedienung einer Spezialmaschine.

Workshop:

Der Grundgedanke eines Workshops ist, dass die Teilnehmergruppe gemeinsam Fragestellungen bearbeitet, Wissen und Erkenntnisse erarbeitet oder praktische Arbeitsergebnisse erzielt, passend zu der am Anfang eines Workshops stehenden konkreten Frage-/ Aufgabenstellung. Dem Workshopleiter kommt die Rolle des Moderators zu.

Und die Realität?

In der Praxis ist eine scharfe Abgrenzung der unterschiedlichen Formen und der Fokus auf ein bestimmtes Format vielfach weder möglich noch sinnvoll. In Abhängigkeit von der Themenstellung und des gewünschten Ergebnisses kommen daher oftmals Mischformen zum Einsatz.