Weiterbildung Elektrofachkraft

Alles zur Ausbildung und Qualifikation als VEFK, EFK, EFKffT und EUP

Unsere Weiterbildungen Elektrofachkraft qualifizieren Sie und Ihre Mitarbeiter fachlich für alle Bereiche rund um den Oberbegriff Elektrofachkraft:

  • VEFK    - Verantwortliche Elektrofachkraft (Erst- und Auffrischungsschulung)
  • EFK      - Elektrotechnische Fachkraft (regelmäßige Unterweisungen, Workshops, Beratungen)
  • EFKffT - Elektrotechnische Fachkraft für festgelegte Tätigkeiten (Weiterbildung zur EFKffT)
  • EUP     - Elektrotechnisch unterwiesene Person (Erst- und Auffrischungsschulungen sowie Unterweisungen)

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht und nähere Informationen zu unseren Lehrgängen und Kursen für den Erwerb Ihrer Qualifikation als Elektrofachkraft. Außerdem einen generellen Einblick in diese unternehmerischen Funktionen, deren Bedeutung, das Aufgabenspektrum und die Unterschiede zwischen den einzelnen Qualifizierungsstufen, sowie die rechtlichen Hintergründe aus DIN VDE 1000-10, DIN EN 50110-1/ VDE 0105-10 und die DGUV V3.

Benötige ich eigene Elektrofachkräfte oder gibt es eine andere Lösung?

Die Entscheidung, ob eigene Mitarbeiter die Aufgaben der benötigten Elektrofachkräfte wahrnehmen sollen oder ob die Leistungen extern an einen spezialisierten Dienstleister vergeben werden, obliegt allein dem Unternehmen. Somit ergeben sich bestimmte Freiheitsgrade und Aspekte wie bspw. die Wirtschaftlichkeit können in die Entscheidung einfließen.

Eine Ausbildung Elektrofachkraft benötigt man also nicht zwangsläufig, aber wie sieht die sinnvolle Alternative aus? Als qualifizierte VEFK bieten wir Ihnen auch die Übernahme sämtlicher Elektrofachkraftaufgaben als Dienstleistung an. Überzeugen Sie sich von den organisatorischen und wirtschaftlichen Vorteilen und unseren Leistungen im Abschnitt Externe Verantwortliche Elektrofachkraft.

Aufbau und Ablauf unserer Weiterbildungen zu VEFK, EFK, EFKffT und EUP

Der Status als Elektrofachkraft gilt immer nur für ein spezifisches elektrotechnisches Fachgebiet. Ihre Mitarbeiter benötigen folglich eine passgenaue Ausbildung. Für jeden Lehrgang Elektrofachkraft in unserem Angebot richten wir die fachlichen Inhalte deshalb individuell auf Ihre Themengebiete aus. Hinsichtlich des Umfangs und der Dauer der Fortbildungsmaßnahmen hat sich bewährt, die spezifischen Inhalte und den optimalen Zeitrahmen für einen maximalen Lernerfolg im Dialog abzustimmen. Um Ihnen eine Einschätzung zu ermöglichen, finden Sie im Folgenden einige Anhaltswerte. Gerne beraten wir Sie natürlich auch unverbindlich und kostenlos vorab, wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

Für einen maximalen und nachhaltigen Lerneffekt finden unsere Seminare, Schulungen und Trainings in Ihrem Unternehmen, unter Berücksichtigung der Tätigkeiten Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und rund um Ihre existierenden Betriebsmittel und Anlagen statt. Auf Wunsch erstellen wir für Sie bzw. Ihre Mitarbeiter auch konsekutive Schulungen, welche die regelmäßigen Auffrischungen umfassen.

VEFK Weiterbildung

Für die Erstschulung zur VEFK planen wir i.d.R. 2 Tage, die gerne und häufig um einen weiteren Tag ergänzt wird. Dieser wird oftmals in Form einer zweiten Veranstaltung ca. 3-4 Wochen später durchgeführt, um das Gelernte zu festigen.

EFK Lehrgänge

Fortbildungen für EFKs sind generell auf ein oder zwei Tage angesetzt. Die Inhalte werden in enger Abstimmung mit Ihnen definiert.

EFKffT Qualifikation

Der Schulungsumfang zur EFKffT ist gesetzlich geregelt und umfasst mindestens 80h. Aufgeteilt ist der Lehrgang in zwei Blöcke, in denen die theoretischen und praktischen Aspekte vermittelt werden. Gerne stehen wir auch für eine praxisnahe Anschlussbegleitung mit Rat und Tat zur Seite.

EUP Ausbildung

Fortbildungen zur EUP, wie die EUP Erstschulung, haben stets eine Dauer von einem Tag.

Elektrische Sicherheit ist unternehmerische Pflicht – Der rechtliche Hintergrund

Die Verpflichtungen und Regelungen zur Elektrofachkraft leiten sich schwerpunktmäßig aus DIN VDE 1000-10, DIN EN 50110-1/ VDE 0105-10 und DGUV V3 ab. Von elektrotechnischen Betriebsmitteln und Anlagen und dem direkten Umgang mit diesen, aber auch in deren Nähe, geht eine nicht unerhebliche Gefahr für Leib und Leben aus. Folgerichtig gelten spezifische Anforderungen für im elektrotechnischen Umfeld tätige Personen (DIN VDE 1000-10) und den Betrieb elektrischer Anlagen (DIN EN 50110-1) sowie klare Unfallverhütungsvorschriften (DGUV V3). Letztere schreibt jedem Unternehmer vor, dass Errichtung, Änderung und Instandhaltung von elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln nur von oder unter Aufsicht einer hierfür qualifizierten Elektrofachkraft und gemäß den geltenden elektrotechnischen Regeln durchgeführt werden dürfen.

Die Verantwortung, dass die Vorschriften der DGUV V3 eingehalten werden, obliegt einzig und allein dem Unternehmen. Mit der Aus- und Weiterbildung von Elektrofachkräften stellen Sie also sicher, dass Ihr Unternehmen den Anforderungen an die elektrotechnische Sicherheitsorganisation vollumfänglich genügt.

Voraussetzungen, Verantwortlichkeiten und Unterschiede zwischen VEFK, EFK, EFKffT und EUP

Von entscheidender Bedeutung für das Verständnis des Themas Elektrofachkraft ist die Tatsache, dass es sich hierbei eher um einen besonderen Status handelt und für jede der unter diesem Begriff zusammengefassten unternehmerischen Funktionen unterschiedliche Voraussetzungen erfüllt werden müssen.

Für sämtliche Qualifizierungslevel der Elektrofachkräfte gilt, dass die persönliche Fachkompetenz in regelmäßigen Abständen erneut nachgewiesen und zertifiziert werden muss.

Die besondere Stellung der verantwortlichen Elektrofachkraft

Das Alleinstellungsmerkmal der VEFK ist, dass sie seitens des Unternehmens beauftragt wird, für einen definierten elektrotechnischen Betrieb oder Betriebsteil oder bestimmte Anlagen die Fach- und Aufsichtsverantwortung für Elektrosicherheit zu übernehmen. Der verantwortlichen Elektrofachkraft werden somit gemäß Arbeitsschutzgesetz bestimmte Unternehmerpflichten übertragen. Dementsprechend kann sie für Ihr Handeln auch haftbar gemacht werden.

Gemeinsamkeiten von VEFK und EFK

Generell bedeutet das Erreichen des Status einer EFK oder dem einer VEFK, dass eine in den geltenden Vorschriften zugelassene, erfolgreich abgeschlossene elektrotechnische Berufsausbildung vorliegt. Zusätzlich verfügt die (verantwortliche) Elektrofachkraft nachweislich über Kenntnisse und aktuelle (Praxis-) Erfahrungen auf ihrem elektrotechnischen Arbeitsgebiet und ist mit den geltenden Vorschriften vertraut. Dies befähigt sie dazu, die ihr übertragenen Arbeiten eigenverantwortlich auszuführen, zu planen und zu überwachen. Hierbei kann sie die Arbeiten beurteilen und mögliche Gefahren erkennen. Zudem muss die persönliche Reife für die Übernahme der entsprechenden Verantwortlichkeiten sichergestellt sein.

Jede Elektrofachkraft sollte durch das Unternehmen als solche ernannt werden. Wenn Sie Fragen hierzu haben, können wir Sie gerne unterstützen.

EFKffT – Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten

Im Unterschied zur Elektrofachkraft, welche die fachliche Verantwortung für die ihr übertragenen Arbeiten trägt, handelt eine EFKffT zwar eigenständig, allerdings in engen Grenzen. Sie muss von einer VEFK in das ihr übertragene Arbeitsgebiet eingewiesen worden sein, darf dann aber ohne deren Aufsicht arbeiten. Jedoch besitzt sie keine Entscheidungsbefugnis hinsichtlich der für ihr Aufgabengebiet geltenden Arbeitsabläufe, vielmehr handelt sie nach einem Ablaufplan, Checkliste o.ä.

Die elektrotechnisch unterwiesene Person

Die elektrotechnisch unterwiesene Person führt Arbeiten weisungsgemäß und unter Leitung und Aufsicht einer EFK aus. Eine EUP muss vor Aufnahme der Arbeiten von einer EFK für deren Durchführung qualifiziert und angelernt werden, über mögliche Gefahrenquellen in Kenntnis gesetzt und über notwendige Schutzeinrichtungen und Schutzmaßnahmen unterrichtet worden sein.